Heute oute ich mich als Sprachnerd. Schon als Kind versank ich stundenlang in den 24 roten Bänden des dtv-Lexikons. Beim Schmökern lernte ich Synonyme lieben und fragte mich, wie sich ihre Nuancen aus dem Deutschen wohl ins Italienische oder Englische übertragen lassen – ich dachte dabei an meinen italienischen Vater und meine englischsprachigen Schulkameraden. Ich rang mit unübersetzbaren deutschen Perlen wie „gemütlich“, „Schadenfreude“ oder „Fremdschämen“. Und freute mich diebisch über die Präzision der deutschen Sprache.
Bis ich auf die sogenannten Januswörter stieß: also Wörter, die – wie der römische Gott Janus – zwei Gesichter haben. Und die je nach Kontext genau das Gegenteil bedeuten können.
Erklären Sie mal einem Italiener das Wort „umfahren“. Je nach Betonung heißt es entweder, man soll jemanden niedermähen – oder ihm ausweichen!
Oder nehmen Sie den Satz „Du musst das ausbauen“, der bedeuten kann: „Du musst es vergrößern.“ Aber auch: „Du musst es entfernen“. „Übersehen“ kann heißen, dass man etwas entweder gar nicht sieht – oder gut überblickt. Noch haariger wird es bei juristischer Sprache: Ein Gesetz zu „erlassen“, heißt, es neu zu schaffen. Eine Strafe zu erlassen, bedeutet dagegen, sie aufzuheben.
Gelungene Kommunikation ist mehr, als die richtigen Wörter aneinanderzureihen. Im Journalismus und in der Unternehmenskommunikation sind Nuancen, Kontext und Präzision erst recht essenziell.
Genau darum geht es auch in unseren Seminaren an der ABP.
Denn: Für jede Situation gibt es das richtige Wort.
Und für jedes Kommunikationsziel den passenden ABP-Kurs.
Wir Wortliebhaber freuen uns auf Sie!
Lucia de Paulis, Seminarleiterin ABP
Achtung, doppelte Botschaft

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